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Der Schwarze Brüllaffe – Genus Alouatta caraya Der Brüllaffe ist der lauteste Affe und das lauteste Landtier
der Welt. Sein Ruf kann bis zu 3 Meilen (4.8 km) entfernt
gehört werden.
Er ist der größte Neuweltaffe (Affen in Süd- und Mittelamerika
lebend). Schwarze Brüffaffen sind soziale Primaten und leben hoch in
den Baumwipfeln des Regenwaldes Südbrasiliens, Nord-
argentiniens, Paraguays und Boliviens. Ihr Bestand nimmt wegen dem Verlust ihres Lebensraumes
ständig ab.
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Ausgewachsene Schwarze Brüffaffen sind schwarz bis braun.
Weibchen und Jungtiere haben eine hellere Färbung –
gelblich-sandbraun.
Brüllaffen werden etwa 0.6 bis 1.2 m groß und wiegen zwischen
3.5 und 10kg.
Sie haben einen langen Greifschwanz, den sie wie ein fünftes
Bein einsetzen. Ihr Greifschwanz kann ohne weiteres das ganze
Gewicht des Affen tragen, wenn er kopfüber von einem Ast hängt.
So hat er seine Hände und Füße für andere Aufgaben frei, zum
Beispiel um Blätter zu sammeln.
Zwei Drittel der Unterseite des Schwanzes hat eine Greiffläche
aus einer ledrigen Haut, die einen rutschfesten Griff ermöglicht.
Außerdem hilft der Schwanz dem Affen das Gleichgewicht zu halten,
wenn er sich fortbewegt und ist meist immer wie eine Sicherheitleine
um Äste gewickelt, falls der Affe doch fallen sollte.
Brüllaffen haben eine kurze Schnauze und weit auseinander stehende
Nasenlöcher.
Ausgewachsene Weibchen haben meist nur ein Junge pro Schwanger-
schaft.
Meistens essen sie Blätter, doch gelegentlich erweitern sie ihre
Nahrung mit Früchten und Maden.
Ihre einzigen natürlichen Feinde (abgesehen vom Menschen) sind
große Raubvögel.
Brüffaffen leben in Baumwipfeln in Gruppen zwischen 3 und 20 Tieren.
Wenn sie sich bedroht oder in Schwiergikeiten sehen, sammelt sich
die Gruppe und sie verteidigen sich, indem sie kreischen, Baumäste
herunterbrechen und auf den Eindringling abkoten.
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Der Haustier-Handel mit Wildtieren
Leider existiert der Haustier-Handel mit Wildtieren immer noch
in Südamerika. Obwohl der Schwarze Brüffaffe in Argentinien
eine geschützte Art ist, wird dieser (Bedrohte-Art-) Status nicht
geschützt, z. B. durch effektives Durchgreifen bei illegalen Geschäften.
Die Jagd auf bush meat (Busch-Fleisch), der illegale Handel mit
Wildtieren und die Zerstörung des Lebensraumes werden fort-
gesetzt und bewirken, dass die Anzahl der freilebenden Wildtiere
immer noch schnell zurückgeht.
Wenn ein wilder Jungaffe gefangen wird, werden dabei mehr Tiere
der Gruppe geopfert, als man ursprünglich fangen wollte.
Die Mutter, die normalerweise das Jungtier trägt, wird als erstes
niedergeschlagen und getötet, um an das Baby zu kommen.
Die sozialen Strukturen der Gruppe sind so stark, dass auch andere
Gruppenmitglieder, die versuchen der Mutter zu Hilfe zu kommen,
getötet werden.
So werden mehr Tiere von der Gefangennahme betroffen, als die-
jenigen, die verkauft werden sollen.
Vom Fang bis zum eigentlichen Bestimmungsort sterben mindestens
5-6 Affen der Gruppe beim Fang und meist auch nicht wenige der
Babies beim Transport.
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Nachdem Mitglieder getötet wurden, ist die Sozialstruktur der
Gruppe gestört. Diese ist notwendig für das Überleben der Gruppe.
Alles ist jetzt unstabil, da die Hierarchie und Freunschaften
zwischen den Mitgliedern gewaltsam verändert wurde.
Bis zu ihrem Bestimmungsort werden die Babies in schlechten
Bedingungen gehalten.
Sie werden vernachlässigt, schlecht gefüttert, eingequetscht usw.
und diejenigen, die das überleben, kommen in einem schrecklichen
Zustand bei den "Kunden" an (verwundet, geschockt, dehydriert etc.).
Genau wie Menschenbabies leiden Affenbabies körperlich,
geistig und emotional.
Die Leute, die es als "Haustier" erweben, kümmern sich meistens
wenig um das Affenbaby.
Unter diesen Bedingungen kann es nicht überleben.
Es wird nur dann überleben, wenn es wie ein Menschenbaby
behandelt wird. Dies wiederum birgt ein anderes Problem,
nämlich die "Vermenschlichung des Tieres" - die jungen Affen
lernen sich wie Menschen zu verhalten.
Bevor das Jungtier gefangen wurde, befand es sich in einem
Prozess physischer und psychologischer Entwicklung und lernte
gleichzeitig verschiedene Aspekte des sozialen Lebens kennen.
Da dieser Prozess unterbrochen wurde, verwandeln sich die
jungen, gefangenen Affen, wenn sie erwachsen werden, in
sozialunfähige, aggressive oder depressive Tiere und entwickeln
meist seltsame neurotische Verhaltensweisen.
Im Rehabilitationszentrum arbeiten wir mit verwaisten Tieren und
Affen, die als "Haustier" gehalten wurden.
Alle wurde sie aus ihrem natürlichen Lebensraum gerissen, um
den Haustierhandel zu bedienen oder in Zoo's (meist unter
schlechten Bedingungen) ausgestellt zu werden.
Alle Affen wurde freiwillig dem Zentrum übergeben oder sind von
der Regierung im ganzen Land eingesammelt worden.
Das Rehabilitationsprogramm des Zentrums besteht aus mehreren
Stadien körperlicher, psychischer und sozialer Erholung und
Rehabitiation der Tiere.
Kurz: "wir bringen den Affen bei, wieder Affen zu sein".
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